Der Kölner Karneval verliert kurz vor dem Höhepunkt einen seiner bekanntesten Redner. Marc Metzger, bekannt als „Dä Blötschkopp“, muss seine Session 2026 aufgrund einer schweren Grippe vorzeitig beenden. Die Entscheidung trifft den Künstler und seine Fans mitten in einer für ihn sehr erfolgreichen Jubiläumssaison.
Auch der Sänger Micha Hirsch, der in dieser Session sein Comeback feierte, muss aus gesundheitlichen Gründen alle weiteren Auftritte absagen. Für die Karnevalsgesellschaften bedeutet dies eine große Herausforderung, da kurzfristiger Ersatz kaum zu finden ist.
Ein abrupter Abschied von der Bühne
Die Nachricht kam für viele überraschend: Marc Metzger, eine feste Größe im Kölner Karneval, hat alle verbleibenden Auftritte der Session abgesagt. Eine schwere Grippe zwingt den 52-jährigen Komiker in die Knie. Am Telefon war seine Stimme kaum noch zu hören, was die Schwere seiner Erkrankung verdeutlichte.
„Ich bin komplett traurig, es ergibt einfach keinen Sinn mehr“, teilte ein sichtlich mitgenommener Metzger mit. Die Entscheidung, die Notbremse zu ziehen, fiel ihm nicht leicht, besonders da die aktuelle Session für ihn eine ganz besondere war.
Die letzten Auftritte und der Kampf gegen die Krankheit
Noch am vergangenen Freitag, dem 6. Februar, stand Metzger für die Aufzeichnung der ARD-Fernsehsitzung im Gürzenich auf der Bühne. Bereits zu diesem Zeitpunkt fühlte er sich nicht vollständig fit, absolvierte aber dennoch sein Programm und weitere Auftritte bis tief in die Nacht.
Am Samstag verschlechterte sich sein Zustand. Ein Besuch in der Apotheke brachte nicht den erhofften Erfolg, da viele Grippemittel bereits ausverkauft waren. Dies zwang ihn, die Auftritte am Wochenende kurzfristig abzusagen, was einige Karnevalsgesellschaften vor erhebliche organisatorische Probleme stellte.
20 Jahre auf der Kölner Bühne
Die Session 2026 markierte für Marc Metzger ein besonderes Jubiläum: Seit 20 Jahren ist er als Redner im Kölner Karneval aktiv. Seine Figur „Dä Blötschkopp“ ist aus den Sitzungssälen nicht mehr wegzudenken und begeistert das Publikum mit einer Mischung aus Humor, Spontaneität und nachdenklichen Tönen.
Ein Arztbesuch am Montag brachte ebenfalls keine schnelle Linderung. Trotz medikamentöser Behandlung stieg das Fieber weiter an, sodass am Mittwoch die endgültige Entscheidung für das vorzeitige Sessions-Aus fiel.
Eine ausgezeichnete, aber unvollendete Jubiläumssession
Das abrupte Ende ist für Marc Metzger besonders bitter, da die Jubiläumssession bis dahin überaus erfolgreich verlaufen war. Seine Auftritte wurden vom Publikum gefeiert, und er erhielt eine besondere Anerkennung für seine Arbeit.
Dreifache Ehrung durch die Prinzen-Garde
Zum dritten Mal in Folge wurde Marc Metzger von der Prinzen-Garde Köln 1906 e.V. als bester Redner der Session ausgezeichnet. Diese Ehrung unterstreicht seinen hohen Stellenwert und seine Beliebtheit im organisierten Karneval.
Der emotionale Künstler zeigte sich tief betroffen über die Entwicklung. „Das ist bitter, dass ich diese tolle Session nicht nach Wunsch beenden kann“, sagte er mit brüchiger Stimme. Die Enttäuschung, die letzten, wichtigsten Tage des Karnevals nicht mit seinem Publikum teilen zu können, wiegt schwer.
„Es ist ein unbeschreiblich trauriges Gefühl, die Session so beenden zu müssen, gerade wenn alles so gut lief. Aber die Gesundheit geht vor, auch wenn das Herz blutet.“
Die Absage von Marc Metzger reißt eine große Lücke in die Programme vieler Sitzungen. Seine einzigartige Art, das Publikum zu unterhalten, wird in den verbleibenden Tagen bis Aschermittwoch schmerzlich vermisst werden.
Weiterer Ausfall: Auch Micha Hirsch muss pausieren
Die Krankheitswelle im Kölner Karneval trifft nicht nur Marc Metzger. Auch der Sänger Micha Hirsch, ehemaliger Frontmann der Band Hanak, musste seine Teilnahme am weiteren Sessionsgeschehen absagen. Er meldete sich aus einem Krankenhaus in Düren bei seinen Fans.
Hirsch, der mit seinem Sessionslied „Zesammestonn“ ein gelungenes Comeback feierte, musste sich einem kleinen medizinischen Eingriff unterziehen. In einer Nachricht gab er jedoch Entwarnung: „Vorweg, mir geht es gut.“
Blick nach vorn trotz Enttäuschung
Obwohl er die tollen Tage nun als Zuschauer verfolgen muss, blickt Hirsch bereits optimistisch in die Zukunft. Er versprach seinen Anhängern, für die nächste Session wieder fit zu sein und bereits neue Titel in Vorbereitung zu haben.
- Comeback: Micha Hirsch kehrte in dieser Session erfolgreich auf die Karnevalsbühne zurück.
- Gesundheit: Ein notwendiger Eingriff im Krankenhaus beendete seine Auftritte.
- Zukunftspläne: Der Sänger plant bereits für die nächste Session und stellt ein neues deutsch-kölsches Album in Aussicht.
„Ich bin natürlich maximal traurig, dass ich gerade über die jecken Tage nun zugucken muss, aber ich verspreche Euch, für die nächste Session bin ich gerüstet“, schrieb er. Diese Ankündigung lässt seine Fans hoffen, ihn schon bald wieder auf der Bühne erleben zu können.
Der Ausfall von zwei so profilierten Künstlern kurz vor dem Straßenkarneval ist ein Dämpfer für viele Jecken. Es zeigt aber auch, welch hohen körperlichen Einsatz die Künstler während der kurzen und intensiven Session leisten müssen.




